Katja Nelly Kübler-Hochuli

Am 22.06.2017 hatte ich meinen 1. Termin bei Gery Teufelberger, Chefarzt Spital Muri AG. Von einer Freundin darauf gebracht, wollte ich mehr über den Magenbypass oder den Schlauchmagen erfahren und ob dies auch etwas für mich ist. Mein damaliges Kampfgewicht: 108kg und damit eindeutig zu viel!
Nach etlichen Diäten, Ernährungstherapien und -umstellungen, die doch nur bewirkt haben, dass ich danach das Startgewicht übertroffen habe, kam die Idee mit einer Magenverkleinerung.

Die erste Hürde war, wie geschrieben Dr. Gery Teufelberger. Für ihn war ich eigentlich zu wenig schwer, da er doch meistens Menschen mit mehr Volumen in der Sprechstunde hatte... Er meinte damals wortwörtlich: Sie werden mir meine Statistik versauen." Aber da mein BMI genügte, ging es zu den weiteren Voruntersuchungen. Die da waren eine Magenspiegelung, eine Sitzung bei einer Psychologin. Ernährungsberatung, Sitzungen bei der Selbsthilfegruppe in Boswil, Schlafapnoe-Untersuchung und zu guter Letzt (die dauerte ungefähr ein halbes Jahr) kam ich wieder bei Gery Teufelberger in die Sprechstunde. Und da wurden dann Nägel mit Kopfen gemacht. Ich bekam meinen OPS-Termin für den 22.01.2018 einen Tag vor meinem Geburtstag, also ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk.

Am frühen Morgen rückte ich ein und kam auf die ambulante Station zur Vorbereitung. Ich musste nicht lange warten, da kam ich auch schon nach unten in den Vorbereitungssaal. Angst hatte ich keine, wozu auch?
Aufgewacht bin ich dann auf der Intensiv, da das aber schon vorangekündet worden war, hat es mich nicht erschüttert. Kaum wach, sass ich auch schon am Bettrand, wo mich die Schwester für gut 15 Minuten vergessen hat... Aber Notfälle haben halt Vorrang. Sie war ganz entsetzt, dass ich noch dort sass, wo sie mich verlassen hatte und konnte sich kaum mehr einkriegen. Naja, ich hatte mich einfach nicht getraut, mich wieder ins Bett zu legen...
Mitten in der Nacht kam dann ein Notfall in die Intensiv und ich war quasi im Weg, deshalb bekam ich auf dem Weg in mein normales Zimmer noch ein Geburtstagsständchen von meinem Pfleger. Die Patienten im Zimmer waren weniger begeistert, dass ich zu nachtschlafener Zeit reingeplatz kam, aber sie haben sich in den Nächten danach kräftig gerächt mit Schnarchen...

Am Tag nach der OP war Visite und ich fühlte mich, da ich ja ein wenig Schmerzmittel bekam, recht gut. Nur das mit der Tablette schlucken wollte nicht so recht klappen, sie kam postwendend wieder hoch...

Nach vier Tagen Spitalaufenthalt ging es wieder nach Hause. Hach, schlafen im eigenen Bett ist ja sooo schön :-)

Joker und DiNozzo waren aus den Ferien bei meiner Mutter auch wieder zurück und Norbert hatte ein paar Tage frei genommen. Das schlimmste am Ganzen war, dass ich für 4 (!!!!) Wochen nur püriertes Essen geniessen durfte. Nach 2 Wochen hatte ich genug davon und wechselte auf ganz weich gekochtes Essen. Ich habe zum Teil jetzt noch Mühe, püriertes zu Essen. Brrrr....

Das Gewicht begann, stetig runterzu gehen, nicht schnell, worüber ich sehr froh war und auch immer noch bin.

Ich nahm meine Termine im Spital wahr und sie waren immer sehr zufrieden mit mir.

Die Zeit ging ins Lande und plötzlich war auf meiner Waage 75kg... 33kg weniger als am Starttag und die Haut hängt fast gar nicht.

Irgendwann im Herbst 2020 hatte ich nach dem Mittagessen höllische Bauchschmerzen, die auch nach einer Stunde nicht weg gingen. Ein Alarmzeichen, wie mir Dr. Suter immer eingetrichtert hat, also: ab in den Notfall im Spital Muri. Und was kam dabei raus? Ich hatte einen beginnenden Darmverschluss und musste am nächsten Tag operiert werden!
Nun gut, auch das habe ich gut überstanden, die Hunde wurden für die 2 Tage Spitalaufenthalt meiner Mutter übergeben. Norbert musste normal arbeiten und deshalb gestalte sich der Austritt auch ein bisschen speziell... Er kam mich am Morgen, irgendwann um 4:00 Uhr holen und wir gingen beim Notfall die Papiere holen. Um 5:00 Uhr waren wir wieder daheim und er konnte beruhigt um 6:00 Uhr mit der Arbeit beginnen.

So ein Darmverschluss kann es geben bei einem Magenbypass, von dem her also kein Problem.

 

Fazit: Ich würde die Magenbypass-OP immer wieder machen, ich habe wenige Probleme und diejenigen die ich habe, kann ich mir meistens selber zuschreiben....

 

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